ausgesucht von Helena Geck:
Der Osterhase wird zum ersten mal 1682 von Georg Frank in seiner Abhandlung: „De ovis paschalibus" von "Oster-Eyern“ erwähnt. In der Übersetzung von Leffz heisst es dort: „...in Elsaß und den angrenzenden Gegenden nennt man diese Eier Haseneier auf Grund der Fabel, mit der man einfältigen im Geiste und Kindern weissmacht, der Osterhase lege solche Eier und verstecke sie in den Gärten im Grase, damit sie von den Kindern zum Ergötzen der lächelnden Erwachsenen desto eifriger gesucht werden.“ Während der Osterhase im 18. Jhd. noch weniger bekannt ist, nimmt er im 19.Jhd. und erst recht in unserem Jhd. einen festen Platz ein. Dabei hatte der Osterhase als Eierbringer zunächst starke Konkurrenz. Im bernischen Emmental, im Kanton Zug und Luzern lieferte die Eier der Kuckuck, in Thüringen der Storch und in Westfalen stellenweise der Fuchs. In Sachsen und Holstein soll es der Hahn gewesen sein, der die Eier legte und brachte. Für die Verbindung von Ostern und Hase kann es zwei Gründe geben. Der Hase war das erste Tier, das schon im zeitigen Frühjahr Junge gebar. So wurde er wahrscheinlich zum Symbol der neuen Winternacht und damit zum Auferstehungssymbol. Wahrscheinlicher ist, dass für die Verbindung von Hase und Ei der Zinstermin Ostern maßgeblich war. Denn der Hase war wie Geflügel, Brot, Eier usw. eine der Realabgaben an die Besitzer der bäuerlichen Ländereien.